Samstag, 30.09.2006

Köln pelzfrei 2006
"Wandel Trauer in Wut"
Am Heumarkt Köln

ab 10:00 Infostände
ab 12:00 Uhr Demozug

Infos


Weitere Infos zu "Pelz" auf unserer Webseite: www.tierbefreier.de

Köln pelzfrei 2005 - Fotos und Infos der letzten Jahtre hier

Köln pelzfrei 2005

Höllenlärm gegen Pelz in Köln

P&C-Band warnicht laut genug

Höhepunkt der Demonstration war zweifelsohne der Stopp vor dem Neubau von Peek und Cloppenburg in der Schildergasse. Der gläserne Prunkbau ist die größte P&C-Filiale in ganz Deutschland. Schon eine Stunde zuvor sperrte die Polizei den ganzen Eingangsbereich weiträumig mit Gittern ab. Innerhalb dieses Gitters spielte ein von P&C engagierte südamerikanische Band, unterstützt von einer Lautsprecheranlage. Diese Provokation zeigt, wie sehr die Proteste P&C beeindrucken. Nicht beeindrucken ließ sich die Polizei, deren Aufgabe es gewesen wäre, die Band für die Dauer der Demo zum Schweigen zu bringen. Laut eines Urteils in Essen, wo P&C mit einer ähnlichen Masche versucht hatte, Proteste zu unterdrücken, ist nämlich das Demonstrationsrecht höher zu werten als eine Flächensondergenehmigung der Stadt, die P&C vermutlich eingeholt hatte, um die Band spielen zu lassen. Doch leider ist es immer so, dass die Polizei schnell bei der Hand ist, wenn es darum geht, das Demonstrationsrecht einzuschränken und auf beiden Augen blind, wenn es darum geht, das Demonstrationsrecht zu schützen. Die Demo jedoch ließ sich davon nicht aufhalten. Eilig herbei gebrachte eigene Lautsprecher erwiesen sich als leistungsstärker als die von P&C, so dass die Rede eines Vertreters der Offensive gegen die Pelzindustrie (OgPI) von vielen PassantInnen gehört werden konnte. Außerdem gelang es zwei Spanisch sprechenden Teilnehmerinnen, die Band über P&Cs grausamen Pelzhandel zu informieren, so dass diese von sich aus ihre Musik einstellte.

Am Endpunkt der Demo am Heumarkt folgte noch eine letzte Macht-Demonstration der offensichtlich extrem gefrusteten Polizeieinheit, die extra aus dem Ruhrgebiet herangekarrt worden war. Ausgerechnet ein Polizist, der während des ganzen Protestzuges durch ständiges Geschubse und verbale Provokationen geglänzt hatte, behauptete nun, er sei von einer Frau getreten worden. Weil andere DemonstrantInnen die Frau schützen wollten, kam es zu einer Rangelei, in deren Verlauf noch zwei weitere Personen verhaftet wurden. Eine Person musste aufgrund ihres Wohnsitzes im Ausland eine übertrieben hohe Kaution bezahlen, eine andere wurde mitgenommen und eingesperrt, aber wenige Stunden später wieder auf freien Fuß gesetzt. In dieser Situation machte sich die Einschaltung eines telefonisch erreichbaren Ermittlungsausschusses (EA) der „Roten Hilfe“ bezahlt.

>>> weiterlesen Demo vor der Nerzfarm in Nettetal

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